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Nocturnal Hall:
KONKHRA - Reality Check
Label: code666
Release: 27.04.2003
Von: Psycho
Punkte: 7
Irgendwie hat diese dänische Band bei mir schon seit ihren Anfangstagen den Stempel "Na ja, ganz nett, aber mehr auch nicht" aufgedrückt bekommen. Da ist/war es auch völlig egal, ob man sich z.B. mit James Murphy oder Kris Kontos noch prominente Verstärkung ins Boot holte. Und so richtig wird sich daran auch mit dem neuen Album Reality Check nicht ändern, denn trotz wuchtiger Produktion und viel Wut, ist das Ergebnis einfach nicht dazu angetan, meinen CD-Player dauerhaft zu blockieren.
Das liegt vor allem daran, dass eigentlich sämtlichen Songs das gewisse Etwas fehlt. Klar, die diesmal wieder in ursprünglicher Besetzung auftretenenden Vier bollern gut drauf los, und mit ihrem von deutlichen Todesblei-Einflüssen durchsetztem Kraftmeier-Thrash hätten KONKHRA an sich auch alle Trümpfe in der Hand. Aber leider rauscht der Realitätstest größtenteils am Hörer vorbei, ohne einen länger anhaltenden Eindruck zu hinterlassen. Was natürlich für die absolute Spitzengruppe der Szene, zu der man sich wie selbstverständlich dazu rechnet, deutlich zu wenig ist.
Eigentlich gibt es so auch keinen Song, den man jetzt besonders erwähnen müsste. Denn trotz des insgesamt ganz gut variierten Tempos, hapert es vor allem im Bereich Abwechslung, sowie guter und origineller Ideen. Wer eine Mischung aus alten Machine Head und groovigen Death Metal-Sachen so dringend wie die Luft zum Atmen braucht, kann hier zuschlagen. Ansonsten eignet sich Reality Check eher dazu, die Höhepunkte der eigenen CD-Sammlung deutlicher herauszustellen; solide, aber eben nicht essentiell. Erwähnenswert ist immerhin noch die gute (Eigen-)Produktion und das durchaus gelungene Artwork.
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code666:
Michele Giorgi
promotion manager
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