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Old February 2nd, 2007, 08:19 PM   #207 (permalink)
UndoControl
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Here's a more-recent one so nobody complains about me digging up old interviews that reveal nothing new :


2005 - Interview mit Niklas Sundin - Walls Of Fire magazine

Die Fans von Dark Tranquillity haben lange auf das neue Album „Character“ warten müssen. Drei Jahre sind seit dem letzten Werk „Damage Done“ ins Land gezogen. Doch jetzt sind die schwedischen Death-Metal-Götter zurück und haben die Scheibe mit Elementen verziert, „die wir seit 1996 oder so nicht mehr verwendet haben“, so Gitarrist Niklas Sundin. Die Zeit der Experimente ist vorbei. Die sechs Mannen aus Göteborg sind zum technischen Sound der Neunziger Jahre zurückgekehrt, denn sie hatten „wieder Lust darauf, Songs im alten Stil zu schreiben, auch wenn viele neue Elemente im Sound auftauchen“. Doch nicht nur die Fans haben lange auf die Veröffentlichung gewartet, auch die Band selbst. Sundin dazu: „'Character' war im Februar fertig aufgenommen. Wir dachten, es käme noch vor dem Sommer auf den Markt.“ Und da lagen Dark Tranquillity falsch...

Interview

„Durch die Vertragsverhandlungen verzögerte sich die Veröffentlichung und wir mussten bis Januar warten“, sagt Sundin und spielt auf die langwierigen Gespräche mit Plattenfirmen an. „Es dauerte bestimmt sechs Monate, bis wir alle Angebote ausgewertet hatten und eine Entscheidung fällen konnten“, fährt der Gitarrist fort, stellt aber klar, dass er der Band nur um die Einschätzung des eigenen Marktwertes ging. „Wir wollten sehen, welche Angebote wir von anderen Labels bekämen, wollten aber insgeheim bei Century Media bleiben. Es gab für uns keinen Grund, das Label zu wechseln. Wir waren schon immer mit der Arbeit von Century Media sehr zufrieden.“

Album frühzeitig fertig

Der Vertrag mit dem bisherigen Label lief nach dem letzten Album „Damage Done“ aus. Dark Tranquillity entschieden sich, den Kontrakt um drei weitere Alben zu verlängern. Das erste davon erscheint Ende Januar 2005 auf dem Markt. Dabei war es elf Monate zuvor schon fertig. „Es war sehr frustrierend, solange auf das Erscheinen des Albums warten zu müssen“, gesteht Sundin. Doch die Band nutzte die Zwischenzeit für einige Festivals, Tourneen ins Asien und nahm ein Video für die erste Single „Lost to Apathy“ auf. Natürlich entstanden in dieser Periode auch Ideen für neue Songs. „Wir haben sie uns aber noch nicht angehört oder daran gefeilt. Das wird nach den ganzen Tourneen stattfinden.“ Mit einem weiteren Album der Göteborger ist also so schnell nicht zu rechnen.

Immerhin steckt auch in „Character“ viel Zeit und Arbeit. „Wir hatten nie das Gefühl, wir müssten uns beeilen“, meint der Gitarrist gelassen. „Wenn wir auf ein gutes Riff oder eine Melodie stießen, gingen wir in die Tiefe, analysierten das Konstrukt, auf welchen Arten wie es noch spielen könnten und wie es mit anderen Riffs harmonieren würde. Bis die endgültige Version steht, vergeht eine halbe Ewigkeit.“

Rückkehr zur Technik

Dark Tranquillity wollten sich auf dem neuen Werk einmal mehr treu bleiben, den auf dem letzten Album eingeschlagenen Weg jedoch verlassen. „'Damage Done' war zu eingängig, zu einfach. Nach vier Hördurchgängen kennst du alle Songs auswendig“, sagt der Klampfer leicht unzufrieden. Auf „Character“ ging die Band deshalb zurück zur technischen und komplexen Art der früheren Alben. Sundin erklärt: „Die neue Scheibe sollte den Hörer mehr fordern, es sollte schwerer sein, sich in das Album zu hören. Es gibt Elemente, die wir seit 1996 oder so nicht mehr verwendet haben. Wir wollten den Sound von 'Damage Done' erweitern und ihn einen Schritt weiter bringen. Wir hatten das Ziel, ein Album zu schreiben, das nichts an Interesse mit der Zeit einbüßt.“ Dabei scheiterten die Sechs oft an den eigenen, hohen Ansprüchen. „Wir sammeln viel Material, verwenden aber vielleicht nur fünf bis zehn Prozent der Riffs für ein Album. Das ist es aber wert – du musst leiden, um gute Musik machen zu können.“

Die Geschichte einer Band

Leiden musste auch Sänger Mikael Stanne, der sich für die Texte ebenfalls ein ehrgeiziges Ziel setzte. Das lyrische Konzept dreht sich um verschiedene Arten zu reagieren und um verschiedene Verhaltensmuster. „Die einzelnen Songs befassen sich mit unterschiedlichem Verhalten. Das Wort 'character' in diesem Sinne fasst das zu einer Seele zusammen“, so Gitarrist Sundin. Das Konzept war so stark, dass das Album nicht nach einem Song benannt werden sollte. Also wurde das Stück „Character“ kurzerhand in „Am I 1?“ unbenannt. Ein Konzept, das auch eine zweite Sichtweise bietet: Die Geschichte der Band. „Wir spielen seit 15 Jahren unseren Stil und kümmern uns nicht um andere Bands oder Trends und Normen. Musik zu machen, ohne dich großartig beeinflussen zu lassen, um deinem eigenen Willen zu folgen, dazu benötigst du Charakter.“

Luftblase Göteborg-Metal

Eigenen Willen bewies die Band Ende der Neunziger Jahre, als sie das experimentelle Album „Projector“ aufnahm. „Wir hatten die Nase von diesem Göteborg-Sound voll. Wir wollten den Leuten beweisen, dass wir auch andere Sachen machen können.“ Der ominöse Göteborg-Sound, dessen Hype Sundin bis heute nicht nachvollziehen kann. „Das kam alles aus heiterem Himmel. Die ganze Sache wurde übertrieben, als die Medien darüber berichteten. Als dieser Hype um 1995 losbrach, war die Szene nie so groß, wie die Leute dachten. Es gab einige Bands, die einfach ihr Ding durchzogen.“ Und so erzählt der Mann, der erneut für das Albumcover verantwortlich war, vom pervertierten Metal-Tourismus: „Jetzt kommen im Sommer Touristen aus Italien und Spanien nach Göteborg und erwarten das große Metal-Mekka mit vielen Clubs und Fans. Es gibt aber nur ein paar kleine Läden hier und ein paar Fans, aber nichts Großes.“ Was für eine Enttäuschung – im Gegensatz zum neuen Album.
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^ in english

seventi: The board would look nicer if it were, err... revamped to fit the layout of the new site.
Dark_Jester: Could someone revamp me? I've kinda felt myself becoming partial to garlic again and lost interest in black evening-wear.

rahvin: Patience is a virtue.
Aeonstream: Of the strong, not of... err... the impatient..
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